Direkte Offenbarungen Gottes in der heutigen Zeit

Viele Probleme, die wir in unseren Hochkulturen haben, rühren daher, daß die Menschen nicht wissen, was das Ziel ihres Lebens ist. Aber sie wissen auch nicht, durch welche Kräfte und Gesetzmäßigkeiten unser Lebensschicksal gelenkt wird, so daß viele Unternehmungen fehlschlagen, weil sie auf der Basis falscher Vorstellungen und in Unkenntnis dieser Dinge beschlossen und durchgeführt werden.

Wissenschaft und Technologie, aber auch Sozialstrukturen sind die Schlagwörter, die uns immer größere Sorgen bereiten. Reichtum, wie auch gesellschaftliche Harmonie und Erfolg schwinden immer mehr und werden sozusagen durch die Schwierigkeiten verspielt, die wir alle uns gegenseitig bereiten durch unsere rücksichtslosen Egoismen, durch die Liebelosigkeit sowohl in der Gesellschaft, als auch am Arbeitsplatz und in der Familie.

Durch solche Lebens- und Verhaltensweise beraubt sich ein jedes Volk des göttlichen Segens, der eigentlich – so es nicht so wäre – ihm zugute käme. Das ist die wahre Ursache vieler Probleme, die in unserem Land wie auch in anderen Ländern und Völkern kaum oder gar nicht erkannt wird. Wenn man ein Problem lösen möchte, beginnt man normalerweise – wenn wir wissenschaftlich vorgehen – mit dem Verstehen der Grundlagen des betreffenden Bereiches und der Gesetzmäßigkeiten, und dann erst beginnt man die Aufgaben in Angriff zu nehmen und zu lösen. Was aber tut der Mensch in bezug auf sein eigenes Leben? Wer studiert die Grundlagen des Lebens und beschäftigt sich mit dem Ziel seines Lebens? Leider nur sehr wenige Menschen.

Das ist der wahre Grund, warum das Kulturleben immer schwieriger wird und die Verhältnisse komplizierter, und nahezu alle Probleme fast unlösbar geworden sind. Und wir müssen leider damit rechnen, daß es noch so weitergehen wird. Aber es ist nicht so, daß wir dem hoffnungslos ausgeliefert sind. Denn gerade die Menschen, die sich mit der Frage des Daseins, mit den Zielen und den geistigen Grundlagen des Lebens befassen, werden Lösungen finden, die zumindest im privaten Bereich dieser Menschen zu Erfolgen führen, auch wenn alles um sie herum noch schwieriger werden sollte.

Im Grunde genommen kann man sagen, daß die westliche Welt fast atheistisch geworden ist. Verursacht durch den Reichtum, durch die Erfolge in Wissenschaft und Technologie der vergangenen Jahrzehnte und damit der dadurch ausgelösten Versuchung, zu glauben, dadurch sich in der Sicherheit des Daseins wiegen zu können. Doch mehr und mehr zeichnen sich bereits die Ergebnisse dieses Irrtums ab. Nichts ist sicher, auch der Reichtum nicht, auch unsere Technologie nicht. So stehen wir nun mehr und mehr vor der Frage: wie soll es weitergehen?

Auf der anderen Seite könnte die Abkehr von Gott dahingehend überwunden werden, daß der Mensch begreift, daß es schöpferische Kräfte gibt, die ihm zur Lösung aller seiner Probleme und zur Gestaltung seines Lebens zur Verfügung stehen.

Doch was sind die göttlichen Kräfte?

Sie sind in einem jeden Menschen veranlagt. Aber nur die allerwenigsten Menschen machen davon Gebrauch, weil man nicht daran glauben kann, daß sie existieren. Sogar glaubt man, bewiesen zu haben, daß es sie gar nicht gäbe. Der Beweis, daß jeder Mensch in sich eine schöpferische Veranlagung hat, kann nur dadurch geführt werden, daß der Mensch sich damit beschäftigt und sich darum bemüht, sie zu erfassen und zu begreifen, um nach und nach zu erkennen, daß eine schöpferische Realität hinter allem steht, die man im täglichen Leben einsetzen sollte. Durch Ignorieren solcher geistigen Fähigkeiten kann man niemals beweisen, daß es sie nicht gibt.

Der Himmlische Vater, wie wir Ihn als Christen nennen sollten, ist der Vater der ewigen Liebe, und ist niemals von der Art, daß Er sich in Schweigen hüllt und die Menschheit sozusagen in ihr Unglück laufen läßt, ohne immer wieder Seine mahnende und warnende Stimme zu erheben. Diese Auffassung ist ein gewaltiger Irrtum.

Jeder Mensch ist dazu veranlagt, daß in seinem Herzen durch sein Bemühen gewisse Gedanken und Entscheidungsanregungen wach werden, an denen er sich orientieren kann. Wenn er dann gelernt hat, das eigene Wollen und die eigenen Wunschvorstellungen loszulassen, wird er mit diesen göttlichen Eingaben bzw. Inspirationen wesentlich vollkommenere Lebensentscheidungen treffen können, als es ein gewöhnlicher Mensch tut, der im Materialismus dahinlebt und durch seine geistige Orientierungslosigkeit auf das Unwissen anderer Menschen angewiesen ist.

Es gibt aber auch – und das ist das, was sehr wichtig ist, zu erkennen – Werkzeuge Gottes des Herrn, durch die, je nach der Reife des Werkzeuges, göttliche Ratschläge, Hinweise und auch prophetische Vorgaben offenbart werden, die in der Qualität ihrer Wahrheitssicherheit davon abhängen, wie rein ein solches Werkzeug bereits geworden ist. Aber ein jeder von uns hat ja in sich selbst die Möglichkeit, durch das Beten und Bitten zu unserem Himmlischen Vater ein jedes Wort auf die Tatsache dahingehend zu prüfen, ob es die Wahrheit ist und inwieweit es für ihn selbst von Bedeutung ist. Denn nur unser Himmlischer Vater kann uns aufzeigen, ob das, was man da liest oder hört, tatsächlich von Ihm selbst kommt. Man darf aber nicht beim ersten Zweifel schon wieder aufhören wollen. Denn es ist natürlich klar, daß das Negative im Menschen – wir sagen auch ‘das Gegenpolische’ – versucht, den alten Zustand festzuhalten, sozusagen den Menschen nicht loszulassen, und so wird ihm Zweifel über Zweifel suggeriert, um ihn dadurch von dem gehörten Wort oder einer höheren Erkenntnis abzubringen.

Denn es heißt nicht umsonst "Das Himmelreich muß mit Gewalt an sich gerissen werden", wie ja auch im täglichen Leben alles oft erkämpft und erarbeitet werden muß. Wie oft muß ein Mensch, z.B. Dutzende von Arbeitsstellen aufsuchen und Arbeitsangebote prüfen, bis er endlich die Arbeitsstelle gefunden hat, die er antreten kann und die zu ihm paßt. Auch da kann man nach der ersten Ablehnung nicht sagen, man werde nie eine Arbeit bekommen, man wolle sich daher nicht mehr bewerben. Wir wissen genau, daß wir dazu Ausdauer brauchen und Durchhaltevermögen. Und der gläubige Mensch hat darüber hinaus die Möglichkeit, sein Vertrauen auf die göttliche Sicherheit und Führung aufzubauen, weil der HERR als Schöpfer und Allmacht eine Bestimmtheit ist – aus dem heiligen Geist – und unseren Stern Erde mit allen Seinen Menschenkindern und allem, was Leben trägt, unentwegt mit Segens- und Schöpferkräften durchdringt.

Nun werden Sie fragen, wenn das so ist, warum ist dann dieses Chaos auf der Erde? Der Grund dafür ist, daß wir als freie Geschöpfe vor Gott uns Seiner göttlichen Ordnung nicht zwangsweise anschließen müssen! Müßten wir das, dann wäre Ordnung! Der Mensch ist jedoch kein Zwangsgeschöpf, das den Gesetzen der Gottheit in der Schöpfung folgen muß, sondern der Mensch soll dazu heranreifen, daß er in der Freiheit seines Willens und seiner Liebe folgen kann und will, denn Gott tastet den freien Willen des Menschen nicht an, außer die Schöpfung wäre in Gefahr. So ist es dem freien Willen des Menschen überlassen, auch das Gegenteil von dem zu tun, was er als wahr und richtig erkennt. "Liebe deinen Nächsten" ist ein Gebot, aber es zwingt den Menschen nicht. Man kann auch seinen Nächsten hassen, wenn man will. Man kann ihn sogar verfolgen, oder ähnliche Torheiten mehr begehen. Der Erkennende, der Weise tut dies jedoch nicht, denn er weiß, daß jedem negativen Tun auch die Folge dazu gehört und alles auf ihn selbst zurückfällt nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung oder noch besser gesagt nach dem ehernen Gesetz von Schuld und Sühne. JESUS hat es sehr deutlich ausgesprochen, z.B. in:

"Wer das Schwert erhebt, wird durch das Schwert umkommen."

oder:

"Mit welchem Maß ihr messet, so werdet ihr gemessen werden."

Was nichts anderes heißt: Wer auf dieser egozentrischen Linie glaubt, sein Leben auf Erden begründen zu können, wird über kurz oder lang selbst negative Entgegnungen durch seine Mitmenschen erfahren. Und dann beklagen sich die so lieblos Handelnden bitter darüber, warum sie es so schwer auf dieser Erde haben. Gerade solche Menschen neigen dazu, daß sie nur selten dazu bereit sind, sich zu prüfen, ob sie denn nicht täglich selbst das Schwere und Leidvolle in die Welt tragen durch ihr widersinniges Handeln entgegen einer besseren Einsicht und Erkenntnis.

Da wir jedoch unsere Probleme lösen wollen und die Harmonie und den Frieden und die Lebensvollendung suchen, trotz der Erschwernisse, welche gelegentlich von außen an uns herangetragen werden, ist es wohl selbstverständlich, daß wir als erstes danach streben müssen, die göttlichen Richtlinien als ein Erkenntniselement in uns aufzunehmen und dann auch in der Tat auszuleben.

Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst

ist eine Grundrezeptur, mit der wir arbeiten könnten, wenn wir wollten, weil wir dadurch Liebe in unsere Umgebung tragen würden. Und dann würde über kurz oder lang auch uns bald eine gewisse Liebe von den Menschen entgegengebracht werden, die bislang vielleicht sehr ablehnend waren.

Nun werden viele sagen, das stimmt nicht, ich erlebe das nicht so. Doch dem ist zu erwidern, daß es so einfach eben nicht ist. Wie schwierig oder fast unmöglich ist es schon in materiellen Dingen, z.B. von heute auf morgen ein Haus zu bauen, was mitunter eine lange Zeit erfordert, bis man es beginnen und schließlich vollenden kann. So lange kann es mitunter auch dauern – je nach unserem Bemühen, denn darauf kommt es an –, bis sich unsere Liebe in unserer Umgebung mehr und mehr durch die geistige Ausstrahlungskraft des Denkens, Tuns und Handelns durchgesetzt hat.

Aber nun kommt das große Problem: woher weiß ich, was Wahrheit ist, damit ich überhaupt richtig handeln kann? Das, was in der Bibel, im Alten Testament und im Neuen Testament, steht, sind gottgegebene Richtlinien, wonach wir handeln können und uns immer wieder damit beschäftigen sollten, um sie auszuleben und dadurch unser Lebensziel zu erreichen. Doch das tägliche Verwirklichen erfordert Ausdauer und Willenskraft! Erst durch den Erfolg des Erreichten erweist sich die Richtigkeit dieser göttlichen Gebote. Wie alles in der Schöpfung, so geschieht alles durch die Entwicklung. Denn Gott ist ja nicht ein alter Herr mit langem Bart, der alles dahinsiechen läßt, sondern Er ist ein dynamischer Gott, ein Schöpfer, der unentwegt Seinen Geschöpfen immer wieder eine neue Hilfe anbietet, wie es auch im Alten Testament bezeugt und beschrieben ist. Jahrhundert um Jahrhundert wurden Hinweise und prophetische Lehren durch verschiedene Seher und Boten Gottes an das damalige israelische Volk gegeben, wie sie ihr Leben gestalten sollen, um in der Schwernis ihrer Umstände und ihrer Entwicklung voranzukommen.

Für den Christen aber ist die Krönung aller dieser Botschaften die Botschaft Jesu Christi wie sie im Neuen Testament niedergelegt ist. Sie kann jedoch nicht vollständig sein, denn Jesus hat mit Sicherheit mehr gelehrt und ausgesprochen, als in diesen wenigen Seiten steht. Aber durch die Inspiration im Gebet kann der Mensch jederzeit ergänzende Erkenntnismomente erfahren, weil der Vater jederzeit bereit ist, einer jeden Seele etwas zu schenken, wenn sie danach strebt das Gebot auszuleben

"Liebe Gott über alles und
deinen Nächsten wie dich selbst"

und bemüht ist, voranzukommen in ihrem Denken, Erkennen und Handeln. Denn Jesus sagte einstens: "Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten." (Joh. 16,12-13) und "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matth. 28, 20).

Es wäre sehr widersprüchlich, wenn wir annehmen wollten, der Himmlische Vater hätte mit Seinem Tod als Jesus Christus am Kreuze von Golgatha von heute auf morgen begonnen zu schweigen. Es wäre frevelnde Vermessenheit, das einfach zu behaupten, weil solches in keiner Stelle der Heiligen Schriften steht. Wir wissen aber, daß unser Himmlischer Vater immer wieder wahre Werkzeuge erweckte, um durch sie den Menschen eine Richtschnur für weitere Erkenntnismomente in der jeweiligen Zeitepoche zu geben, die auf die jeweilige Entwicklungslage eines Volkes oder einer Menschheitsgruppe bezogen sein können.

Doch auch jeder einzelne Mensch kann in seinem Herzen durch die Eingabe des Heiligen Geistes ergänzende und weiterführende Erkenntnisse aufnehmen. Diese wunderbare Fähigkeit des Herzens wird leider viel zu wenig erlernt und ins tägliche Leben einbezogen.

Im Volke Israel war es ja so, daß im Laufe der Jahrtausende immer wieder gewaltige Probleme entstanden sind, die mit den alten Vorstellungen nicht mehr lösbar waren. Insbesondere bestand immer wieder der Kampf gegen Irr-Religionen, die die ursprüngliche Religion zum Teil verfälschten, so daß immer wieder ein Prophet oder ein Botschafter Seiner ewigen Liebe in Erscheinung treten mußte, um die Dinge wieder neu zu ordnen. Und so ist es ja wohl klar, daß unser Himmlischer Vater das auch in dieser Zeit tut, wie Er es auch während des vergangenen Jahrtausends hindurch durch verschiedene Werkzeuge getan hat. Wir denken da an die verschiedenen Offenbarungswerke durch Werkzeuge wie Jakob Böhme, Jakob Lorber und Emanuel Swedenborg und noch viele andere mehr, die leider den meisten Menschen unbekannt sind. Woraus wiederum erkennbar ist, wie gleichgültig die Menschheit eigentlich gegenüber dem ist, was ihr unentwegt – aus der Liebe des Vaters heraus – geboten wird. Darum ist das Gejammer darüber, daß der Mensch orientierungslos und von Gott verlassen sei, im Grunde eine Verleumdung Gottes, weil es eben so nicht ist.

Aber von alleine kann es nicht erkannt werden. Es bedarf des täglichen besonderen Interesses. Denn das Himmelreich muß mit Gewalt an sich gerissen werden, was ja nichts anderes bedeutet, daß auch ein Erkennen mit viel Arbeit an sich gerissen werden muß, gegen den Widerstand der eigenen Seele und der negativen Aspekte aus den eigenen Verschuldungen, die ja einem jeden zu eigen sind.

Und darum gilt es auch, ein jedes negative Wort sofort im Keime zu ersticken, denn gerade durch diesen Kampf in der Überwindung seiner Fehler und Schwächen wird der Mensch immer freier in dem Erkennen der himmlischen Wahrheiten und kommt sonach immer mehr in die Lage, göttliche Eingaben in sich selbst zu empfinden und richtige Entscheidungen zu treffen. Je mehr die barmherzige Liebe seine Richtschnur geworden ist, umso mehr zieht der Mensch göttlichen Segen auf sich. Denn, so lautet ein Gebot des Herrn:

"Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet!"

Doch prüfen muß sich eine jede Seele selbst, ob etwas aus unreifem Eigenwillen kommt, oder tatsächlich das heilige Wort Gottes des Herrn in ihm ist.

Wie solche Offenbarungsworte des Herrn vermittelt werden, hängt wiederum vom Charakter des Werkzeuges ab, aber auch vom Zweck und Ziel einer solchen Offenbarung. Jakob Lorber war ein vorwiegender Schreiber des Wortes, wieder andere sind Sprecher des Wortes oder beides. Wie auch immer ein Offenbarungswort gegeben ist, es muß in jedem Falle von dem, der es hört oder liest, im Gebet erarbeitet werden, sowohl dem Geiste wie dem Inhalt nach, denn an der äußeren Form kann man selten oder gar nicht entscheiden, ob es das Wort Gottes oder ein Irrtum ist. Das kann nur ein jeder selbst entscheiden durch die Liebe, die er unentwegt entfaltet und indem er um die Wahrheit und Führung bittet. Wenn man offen ist, wird man dann die Liebeswärme spüren, die aus dem Wort strömt und den Menschen aufrichtet und stärkt. Doch vor allem wird er Erfahrungen machen, die ihm beweisen, daß der Herr selbst den Menschen führt und zwar immer mehr – je mehr er sich nach dem Erkannten ausrichtet.

Den geistig wachen und aufgeschlossenen Menschen wird es somit nicht verwundern, daß der Herr die heilige Neue Bibel als die Fortsetzung des Alten und Neuen Testamentes offenbart. Davon ist bereits der erste Band

"DAS BUCH DER LIEBE"

nach dem Willen des Herrn erschienen. Nicht irgendwelche Gedanken von Menschen sind darin verwendet, sondern der Herr Selbst hat es nach Seinem heiligen Willen Wort für Wort diktiert. Selbstverständlich mußte das niederschreibende Werkzeug sich im klaren sein, daß es unentwegt bemüht sein muß, in keiner Weise nach seinen Vorstellungen im eigenen Wollen einzugreifen, sondern nur auf das zu hören, was ihm Wort für Wort durch den Herrn Selbst in sein Herz eingegeben wird und das Werkzeug es dann auch genauso niederschreibt oder ausspricht.

Wichtig ist, daß wir bereit sind zu erkennen, daß

Gott der Herr Seine Offenbarungen nie beendet hat und nie beenden wird

Ein weitverbreiteter Irrtum ist es, daß die Schlußverse der Offenbarung des Johannes für alle Zeiten den Schlußpunkt unter das gesamte Bibelwerk setzen. Die dort gegebene Warnung, nichts hinzuzusetzen dieser Weissagung, bezieht sich ausdrücklich – wovon sich jedermann überzeugen kann – nur auf dieses Buch der Weissagung, aber nicht auf das gesamte Werk der Bibel. Das Gegenteil ist der Fall. Denn es steht geschrieben im Evangelium des Johannes, 16. Kapitel, Verse 12 und 13, daß Jesus sagte:

"Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten."

So ist es ein weitverbreiteter Irrtum, daß durch Jesus Christus alle Offenbarungen für alle Zeiten abgeschlossen worden seien. Durch kein Bibelwort kann eine solche Auffassung belegt und bewiesen werden. Wie könnte es auch sein, daß der Schöpfer Himmels und der Erden, der der Menschheit in ihren Problemlagen helfen will, dies nur als schweigender Gott tun dürfte. Und wer wollte Gott dem Herrn verbieten, sich zu offenbaren wann und wo Er will?

Die unerforschliche Ewige Weisheit Gottes kennt keine Begrenzungen! Gott wäre weder ewig noch unendlich, würde es in Seiner Schöpfung irgendwo eine Begrenzung geben! Die ewige Liebe Gottes verströmt sich bis in alle Unendlichkeit und verströmt sich durch diese Neue Bibel an alle Seine Kinder dieser Erde in einer unfaßlichen Gnadenfülle, aus der jeder das schöpfen soll, was ihn selbst zu brennendster, barmherzigster Liebe werden läßt und ihn durch diese Liebe bringt in Seine Himmel, das Reich der ewigen Liebe.

So kann es gar nicht anders möglich sein, als daß

Die Neue Bibel durch das direkte Wort Gottes geoffenbart ist

Sie bildet als die Fortsetzung des Alten und Neuen Testaments mit diesen eine Heilige Drei-Einheit. Die Neue Bibel ist die Gnadenausgießung des Heiligen Geistes Gottes an diese Menschheit, wie sie in der alten Bibel prophezeit ist, als geistiges Fundament für die Neue Epoche der Liebe, der Wahrheit und Gerechtigkeit.

Genauso wie DAS NEUE TESTAMENT zum ALTEN TESTAMENT gehört und beide erst DIE BIBEL bilden, wie sie die Welt bis jetzt kennt, genauso wird nun nach Gottes Heiligem Willen das bestehende Werk der Bibel vollendet durch diese NEUE BIBEL für die Neue Zeit auf Erden, damit bildend eine Heilige Drei-Einheit

DAS ALTE TESTAMENT
DAS NEUE TESTAMENT
DIE NEUE BIBEL

Weder durch das Alte Testament noch durch das Neue Testament vermochte die Menschheit so zu reifen, daß sie den direkten Weg zu Gott beschritt, obwohl es ihr durch das Erlösungswerk Gottes des Herrn in Jesus Christus möglich gemacht wurde, den einen wahren Weg zu Gott einzuschlagen. Wäre dieses geschehen, die Menschheit selbst hätte durch ihr Leben in der ewigen Liebe Gottes die lebendigste Neue Bibel für alle Zeit und Ewigkeit geschrieben als ein Zeugnis dafür, daß sie erfüllt den ewig Heiligen und vollkommenen Willen Gottes.

So aber muß Gott der Herr durch diese Neue Bibel in das Geschehen auf dieser Erde eingreifen, um die Menschheit nicht nur zu retten vor ihrem sicheren, selbstgewählten Untergang, sondern sie zugleich auch zu führen auf den Weg zu dem endgültigen Schöpfungsziel für alle Menschen dieser Erde: zu werden Ebenbilder Seines Selbst.

© Lichtkreis Christi e.V.

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